Chronik - Kleingartenverein-Gersthofen

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Chronik

Chronik Kleingartenverein Gersthofen

Die Geschichte des Kleingartenwesens in Gersthofen geht auf das Jahr 1920 zurück. Damals verpachtete die Gemeinde, Gelände an kinderreiche Familien, die mit diesem Stück Land in erster Linie die Ernährung der eigenen Familie im Auge hatten. Außerdem wurde die Kleintierhaltung groß geschrieben. Es war damals der Mietgartenverein Gersthofen. Die Gärten selbst lagen im Bereich der ev. Kirche entlang der Fabrikstraße, der heutigen Ludwig Hermann Strasse.
In diese Zeit fiel auch die fortschreitende Besiedlung Gersthofens. Dies war der Grund, dass die Gärten öfters gekündigt und gewechselt werden  mussten. Durch diesen Umstand verloren die Gartenfreunde immer mehr die Lust am eigenen Stück Land.
Trotz der stattlichen Zahl von 135 Gärten im Jahr 1933 löste man, aufgrund Grund neuer Kündigungen, die bis dahin bestehende Mietgartenvereinigung mangels Interesse am 18. März 1934 auf.
Bei dieser denkwürdigen Versammlung am 18. März 1934 in der Gaststätte Seiz gründete man nach Auflösung des alten Vereins den heutigen Kleingarten Verein Gersthofen.
Das Gründungsschreiben hat den Eingangsstempel 19. März 1934, Nr. 962.
Das Schreiben trägt die Unterschriften von 14 unentwegten Gartenpächtern.
Die erste Vereinsführung mit Josef Häfner als Vorstand, Johann Zinner als Vize, Jakob Friedl als Schriftführer und Franz Kaltenbach als Kassierer leiteten lange Jahre die Geschicke des Vereins. Sie schlossen 1938 den ersten Generalpachtvertrag mit der Gemeinde ab und arbeiteten 1937 eine Satzung aus. Diese hat in ihren Grundzügen bis heute ihre Gültigkeit.
Im Laufe der Zeit fielen die Mietgärten bei der ev. Kirche, zwischen Siedlerstr. – Laubenweg und Langemarkstr. der Besiedlung zum Opfer. Übrig blieben die Gärten zwischen Siedlerstr. – Laubenweg und Lechkanal. Dies sind heute die Anlagen 1 bis 3.
Aufzeichnungen aus dieser Zeit gibt es leider nicht, weil der damalige Schriftführer bei Kriegsende alle Aufzeichnungen vernichtet hat. Unser erstes Protokollbuch beginnt am 26. Mai 1946.
Bei der ersten Sitzung nach dem Kriege nahmen bereits 147 Mitglieder teil. Die rege Beteiligung war wohl mit ein Grund dafür, das nach Ende des Krieges die Not groß war. Ein Stück Land für die Ernährung war besonders wichtig. Auch die Kleintierhaltung hatte Vorrang. Damals wurde jedes Stück Land ausgenützt.
Bei der ersten Sitzung nach dem Krieg wählte man Johann Mangold zum Vorstand und Franz Kaltenbach wurde Vize. Sie waren die Initiatoren dafür, dass unser Gelände als Dauerkleingartenanlage eingetragen wurde. Wie wichtig dies war, haben wir am eigenen Leibe verspürt. Nach Erlass des Bundeskleingartenrechts sind unsere Gärten so gut wie unkündbar!
Die Errichtung von großen Wohnanlagen mit wenig Grün erfordert die Notwendigkeit von Kleingärten immer mehr. So stellte der Markt von Gersthofen ab 1955 Gelände für weiter 52 Gärten beim  heutigen Schuttberg  zur Verfügung. Die Führung des Vereins hatte  zwischenzeitlich Heinrich Kronawitter und anschließend Fritz Horndasch übernommen. Unter seiner Führung kam es zur Vollendung der Anlage 4 und der Verein verfügte jetzt über 236 Kleingärten.
Eine neue Ära begann mit der Wahl von Fritz Wetzel im Jahr 1964 zum Vorsitzenden. Die im Bundeskleingartenrecht geforderte Öffnung  der Anlagen erkannte er schon viel früher. Unter seiner Führung entstanden die Stichwege durch die Anlagen 1 bis 3. Als vorerst letzte Erweiterung unserer Anlagen stand das Projekt bei der Augsburger Kläranlage auf dem Plan. Hier entstanden unter der Regie von Fritz Wetzel herrliche Kleingärten. Es Entstand die Anlage 5. Der Verein verfügte nun über 276 Kleingärten.
1978 verstarb Fritz Wetzel völlig unerwartet und der damalige 2. Vorsitzende Herman Rauscher erbte das Amt. Bei den Neuwahlen 1978 wurden auch Anton Heimrich als Vize. Günther Franz als Kassier und Kurt Rüss als Schriftführer, in die neue Vorstandschaft gewählt.
Diese waren von Anfang an bestrebt, dem Verein einen Mittelpunkt zu geben. Was stand da näher, als das Vereinsheim eine alte Baracke, und den freien Platz davor auszunützen. Mit wenig Geld in der Kasse und viel Eigenleistung wurde dieser Wunsch erfüllt. Unser heutiges Vereinsheim wurde vom Fußboden bis zum Dach neu renoviert. Die Verkleidung außen und das Dach wurden zwischenzeitlich nochmals erneuert. Auch neue Fenster waren kein Luxus. Außerdem wurde auch die Hauskassierung abgeschafft. Früher zahlte man den Beitrag bei der Jahreshauptversammlung und im Herbst die Pacht. Wer nicht einbezahlt hatte, wurde zu Hause abkassiert. Es gab für den Beitrag und Pacht jeweils eine Marke, die man in das Mitgliedsbuch einklebte.
1984 feierte der Verein sein 50.- jähriges Bestehen. Es war eine herrliche 3-tägige Feier.
In der Anlage 4 am Schuttberg verschlechterte sich das Grundwasser und keiner wollte dort einen neuen Garten. Verhandlungen mit den Städten Augsburg und Gersthofen führten dazu, dass in die Anlage 4 eine Trinkwasserleitung gelegt wurde. In derselben Anlage wurde zusätzlich eine Lärm- und Sichtschutzwand in Eigenleistung errichtet. Die Pläne für eine Erweiterung der Anlage 4 scheiterte am geringen Interesse.
Als vorerst letzte Baumaßnahme bei Vereinsheim war der Anschluss des Heimes 2004 an das Trinkwassernetz und an die Kanalisation. Bei dieser Gelegenheit wurde im Heim eine Gasheizung eingebaut.
Im Jahr 2006 traten  der 2. Vorsitzende Anton Heimrich und der Kassier Günter Franz zur Wiederwahl nach 28 Jahren nicht mehr an. Es wurde eine durchwegs neue Vereinsführung gewählt. Von der alten Garde ist eigentlich nur der 1. Vorsitzende, Hermann Rauscher übrig geblieben. Er ist zwischenzeitlich seit 35 Jahren in der Vereinsführung tätig. Mit der neuen Garde hielt auch die EDV – Verarbeitung ihren Einzug. Dies ist heute eine Voraussetzung für eine moderne und zeitgemäße Vereinsführung. Heute kann man im Internet alle wichtigen Informationen über den Kleingartenverein Gersthofen lesen (www.Kleingartenverein-Gersthofen.de).

Im 2010 trat dann auch Hermann Rauscher von seinem Amt zurück. Er wurde an der Jahreshauptversammlung zum ersten Ehrenvorstand ernannt. Auch wurde er mit der Bürger Medailie von Gersthofen für seine Verdienste im Gersthofer Vereinsleben geehrt. Die Vorstandschaft setzte sich 2010 wie folgt zusammen:

1. Vorstand         Arne Ziessow
2. Vorstand        Jürgen Kretzinger
1. Kassier            Willy Hembacher
1. Schriftführer  Klaus Benkhart
Dieses Team übernahm einen gut geführten Verein. Leider mussten wir dann, die osition des 1. Kassierers neu besetzen, da H. Hembacher aus persönlichen Gründen seine Ehrenamtliche Funktion aufgeben mußte. Dies Amt wurde aber nahtlos von Martina Demirell übernommen. Wie Sie sehen können besteht diese Vorstandschaft bis heute. 2014/2015 wurde Renovierungsarbeiten am Vereinsheim durchgeführt, die lange notwendig waren. Seit dem Herbst 2014 haben wir in den Abschnitten 2 /3 Probleme mit Ungeziefer, hier wurde die Fa. Havlik von der Stadt Gerstofen beauftragt dagegen vor zu gehen. Wie Sie sehen gibt es im Verein keine größeren Probleme und das Vereinsleben verläuft harmonisch was auch die Zahlen die 06.2016 sehen können.

Diese Chronik wurde 06.2016 über arbeitet. Zu diesem Zeitpunkt hatt der Verein 395 Mitglieder und 276 Gärten in Pacht.

Bisherige Vorstände des Kleingartenvereins Gersthofen:

1934 – 1939     Josef Häfner
1939 – 1952     Johann Mangold
1952 – 1957     Heinrich Kronawitter
1957 – 1964     Fritz Horndasch
1964 – 1978     Fritz Wetzel
1978 – 2010     Hermann Rauscher
2010 - Heute    Arne Ziessow

Die Vorstandschaft heute:

1. Vorstand       Arne Ziessow
2. Vorstand       Jürgen Kretzinger
1. Kassierin       Martina Demirel
1. Schriftführer  Klaus Benkhart

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